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Fachgruppe
Inklusion

Workshops

Call for Paper

Thema des Workshops bei der Tagung Mensch und Computer 2020

2008 trat die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung in Deutschland in Kraft. Sie sichert Menschen mit Behinderung das Recht auf Arbeit in einem offenen, inklusiven und zugänglichen Arbeitsumfeld zu. Dies umfasst auch die Verpflichtung der Vertragsstaaten, angemessene Strukturen zu schaffen, um möglichst alle Dimensionen der Arbeit zugänglich zu machen. Eine wesentliche Dimension ist dabei die Mobilität im Arbeitsalltag, welche heutzutage im Berufsleben als wesentliche Grundvoraussetzung angesehen wird.

Ziele des Workshops

Der Workshop Digitale Lösungen für eine inklusivere Mobilität widmet sich der Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen in der Ausbildung und im Arbeitsalltag, indem aktuelle Maßnahmen zur Förderung der Mobilität kritisch bewertet, Anforderungen an innovative digitale Lösungen erarbeitet und neue Perspektiven aufgezeigt werden. Ziel ist es, verschiedene Stakeholder an einen Tisch zu bringen, damit aktuelle Ansätze und Lösungen präsentiert und diskutiert werden, wie Barrieren abgebaut werden können, die Menschen mit Behinderungen sowie ältere Menschen bei der alltäglichen oder beruflichen Mobilität erfahren.

Dabei stehen folgende Themengebiete im Fokus:

  • Barrierefreiheit der vollständigen Reisekette
  • Zugänglichkeit von Gebäuden
  • Barrierefreie Karten und Kartendienste
  • Navigationsanwendungen für Menschen mit Behinderung

Aufbau des Workshops

Im ersten Teil des Workshops wird das adressierte Themenfeld Digitale Lösungen für eine inklusivere Mobilität durch gezielte Impulsvorträge umrissen und es werden konkrete Problemfelder aufgezeigt. Im zweiten Teil des Workshops werden in verschiedenen Themenzirkeln, einzelne Problemfelder näher besprochen, Anforderungen verschiedener Zielgruppen und konkrete Lösungsansätze diskutiert. Die Ergebnisse des Workshops werden im Anschluss analysiert und in einem Workshop-Bericht zusammengefasst.

Verfahren zur Auswahl der Impulsvorträge

Die Auswahl der Abstracts erfolgt durch ein Begutachtungsverfahren durch das Programmkomittee. Ziel des Auswahlverfahrens ist es, das Thema in den Impulsvorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchtet.

Einreichung der Abstracts

Einreichungen der Abstracts erfolgen über das Konferenzsystem:

https://www.conftool.com/muc2020  

Sie müssen PDF/UA-konform sein und Bildbeschreibungen enthalten. Das Abstract sollte zwei A4-Seiten (Arial, Schriftgröße 10, Seitenränder 2,5cm) nicht überschreiten. Es ist angedacht, den Workshop-Bericht auf der GI-Seite der Fachgruppe Informatik und Inklusion digital zu veröffentlichen.

Fristen

Einreichungen der Abstracts: 07.06.2020

Entscheid über Annahme/Ablehnung des Abstracts: 06.07.2020

Programmkomitee

Dr. Claudia Loitsch, TU Dresden

Dr. Karin Müller, KIT

Prof. Dr. Rainer Stiefelhagen, KIT

Prof. Dr. Gerhard Weber, TU Dresden

Call for Papers

Inklusion bedeutet die vollständige, selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit  Behinderungen am gesellschaftlichen Leben. Inklusion ist daher erheblich mehr als nur Barrierefreiheit oder Accessibility.

Die Wissensgesellschaft erfordert einen immer höheren Bildungsgrad. Wie kann Teilhabe an modernen Lehr- und Lernformen wie e-Learning gewährleistet werden? Neue Medien bieten immer vielfältigere Möglichkeiten der Darstellung. Wie können Grafiken für Sehbehinderte und Blinde bzw. Audiodarstellungen für Gehörlose zugänglich gemacht werden? Wie finden sich Menschen mit kognitiven Einschränkungen in einer digitalisierten Wissensgesellschaft zu recht, welche Chancen bietet ihnen die zunehmende Digitalisierung des Alltags? Was bedeutet dies für eine gleichberechtigte Teilhabe aller an der Gesellschaft? Ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ist Mobilität, die Möglichkeit und Fähigkeit selbst-ständig von einem Ort zum anderen zu kommen, auch innerhalb eines Gebäudes.

Innerhalb des Workshops sollen verschiedene Ansätze der Verwirklichung von Inklusion im Rahmen der allgegenwärtigen Computer, sozialen Medien und dem Internet der Dinge gezeigt werden. Für den Workshop werden Beiträge zu folgen Themen erwartet:

  • Systeme zur Bewertung / Verbesserung der Barrierefreiheit
  • Multimodale Interaktionsgestaltung / Spezialisierte Interaktion
  • Serious Gaming zum Lernen und Begreifen von besonderen Situationen / Anforderungen für Menschen mit und ohne besondere Bedürfnisse
  • Bio- / technische Informatik-Themen wie z.B. Rehabilitation oder Prothetik
  • Barrierefreie Softwareentwicklung für Smartphones
  • Zugang zu grafischen Inhalten für Sehbehinderte und Blinde
  • Inklusive Bildungskonzepte, z. B. inklusive E-Learning-Konzepte
  • Umgebungserkennung für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit
  • Haptisches, akustisches Feedback
  • Taktile Benutzungsschnittstellen
  • Kollaborative Barrierefreiheit
  • IT-basierte assistive Technologien für alle Lebensbereiche: Mobilität/Navigation, Studium, Beruf, tägliches Leben, AT für ältere Menschen

Organisation

Der ganztägige Workshop gliedert sich nach den unterschiedlichen  speziellen Bedürfnissen von Menschen mit einer Behinderung z . B. Sehbehinderung, , Gehörlosigkeit geistiger Behinderung oder körperlicher Behinderung.

Vorgesehen sind 4 Einheiten, an deren Anfang Impulsreferate stehen und denen eine moderierte Diskussion unter den Teilnehmenden folgt. Die Einheiten werden durch kurze Pausen voneinander getrennt.

Zielgruppen für Einreichungen und Besucher des Workshops

Der Workshop richtet sich an WissenschaftlerInnen, Forschende, Lehrende und Interessierte in den Bereichen

  • Accessibility,
  • Ubiquitous, Pervasive, Tangible Computing
  • Ambient Assistance
  • Gesundheitswesen
  • Sonderpädagogik
  • Psychologie

Wir möchten gleichermaßen Forschende, Praktikerinnen und Praktiker dazu animieren, Beiträge, Fall­stu­dien sowie Forschungsberichte (empirisch: qualitativ und quantitativ; Design-Science-orientiert) ein­zu­rei­chen.

Workshop-Sprache

Workshop-Beiträge werden sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache akzeptiert. Der Workshop wird in deutscher Sprache stattfinden. Englische Vorträge sind möglich.

Verfahren zur Auswahl der Beiträge

Die Auswahl der Beiträge erfolgt durch ein mindestens doppel-blindes Begutachtungsverfahren. Bitte sorgen Sie bei Ihren Einreichungen entsprechend dafür, dass diese ano­ny­mi­siert sind und keine Rückschlüsse auf die Autoren gegeben sind.

Fristen

Einreichungen: 08.06.2018

Entscheid über Annahme/Ablehnung von Beiträgen: 25.06.2018

Einreichung der Camera Ready Version: 06.07.2018

 

Wir weisen vorsorglich darauf hin, dass bei der Annahme von Beiträgen Mehrfacheinrei­chungen zum Ausschluss zweiter und weiterer Beiträge führen können. Wir bitten darum, ausschließlich die AutorInnen als Einreichende zu vermerken und ggf. Drittmittelverant­wortliche von Projekten durch ergänzende Fußnoten kenntlich zu machen.

Ort der Veranstaltung

Die „Mensch und Computer“ findet an der Technischen Universität Dresden statt.

Einreichungen

Einreichungen anonymisierter Beiträge, welche in gleicher Form vorgängig nicht anderweitig publiziert wurden, erfolgen über das Konferenzsystem:

https://www.conftool.com/muc2018

Sie müssen PDF/UA-konform sein und Bildbeschreibungen enthalten.

Eine Publikation der angenommenen Beiträge erfolgt in den Informatik / LNI-Proceedings. Es muss daher das LNI-Format eingehalten werden.

Die Einreichenden deklarieren durch die Einreichung, dass Sie im Falle einer Annahme das Copyright am Beitrag an die GI abgeben.

Programmkomitee

  • Prof. Dr. Christian Bühler, TU Dortmund
  • Dr. Susanne Dirks, TU Dortmund
  • Prof. Dr. Ulrike Lucke, Universität Potsdam
  • Henning Lübbecke, HS Bund
  • Dr. Karin Müller, KIT
  • Dr. Steffen Puhl, Hochschulrechenzentrum, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Prof. Dr. Rainer Stiefelhagen, KIT

Barcamp "Barrierefreie digitale Gesellschaft"

BarCamp "Barrierefreie digitale Gesellschaft" am 25. September 2018 in Potsdam co-located zum Informatikfestival Informatik 2018


Unsere Haushaltsgeräte werden zu Kommunikationspartnern im Internet of Things. Arbeitsplätze werden mobil, lösen sich von Ort und Zeit. Unsere Freizeit verbringen wir zunehmend in einem virealen sozialen Lebensraum.
Aber können alle Menschen an dieser Gesellschaft gleichberechtigt teilhaben? Entspricht diese Gesellschaft den Anforderungen der Barrierefreiheit?
Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 ist die Bundesrepublik Deutschland verpflichtet, unter anderem Artikel 9 (gleichberechtigter Zugang zu Information und Kommunikation, einschließlich Informations- und Kommunikationstechnologien und -systemen) und Artikel 21 (Recht der freien Meinungsäußerung, Meinungsfreiheit und Zugang zu Informationen) umzusetzen. Wie wird dies im Rahmen der Digitalisierung unserer Gesellschaft verwirklicht?
Die Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik gilt nur für Apps, Internet- und Intranet - Auftritte von Trägern öffentlicher Gewalt. Das Sozialgesetzbuch sieht vor, das Arbeitsplätze von Behinderten barrierefrei gestaltet werden und ggf. mit den erforderlichen assistiven Hilfsmitteln ausgestattet werden. Darüber hinaus beruht Barrierefreiheit auf Freiwilligkeit. Reicht dies aus für eine barrierefreie digitale Gesellschaft? Wir glauben Nein.

Die Fachgruppe "Informatik und Inklusion" der Gesellschaft für Informatik (GI) lädt Betroffene, PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen und GestalterInnen des Digitalen ein, um miteinander Wege in eine barrierefreie digitale Gesellschaft zu diskutieren und Gestaltungsoptionen zu entwickeln. Dies wollen wir im Rahmen des Barcamp "Barrierefreie digitale Gesellschaft" tun.

"Bar" ist ein Begriff, der in der Informatik für Platzhalter steht. Und genau so ist ein BarCamp zu verstehen: ein Raum für ihre Themen und Ideen. Ein BarCamp (Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden. BarCamps dienen dem inhaltlichen Austausch und der Diskussion, können teilweise aber auch bereits am Ende der Veranstaltung konkrete Ergebnisse vorweisen (Wikipedia).

Tagungsort

Das BarCamp findet an der Universität Potsdam auf dem Campus Griebnitzsee Haus 6 im Seminarraum 19 statt. Der Tagungsort ist sehr gut aus Berlin erreichbar (S-Bahn S7, Richtung "Potsdam Hbf", Ausstieg "Griebnitzsee).
Parallel zum BarCamp "Barrierefreie digitale Gesellschaft" finden am Tagungsort auch der Workshop "Hochschule 2028" und der Workshop "Arbeitsplatz der Zukunft" statt. Die Teilnahme an den beiden, ebenfalls kostenlosen Veranstaltungen ist möglich. Zudem werden derzeit gemeinsame Tagungsordnungspunkte geplant.

Anmeldung

Die Teilnahme am BarCamp ist kostenlos, erfordert aber eine Anmeldung per E-Mail
barcampinklusion2018[at]lists.cs.uni-potsdam.de bis zum 31. August 2018.
Bitte nennen Sie dabei Ihre Zugehörigkeit und gehen Sie auf Ihre bisherigen Erfahrungen und besondere Interessen im Bereich digitale Inklusion ein. Vorschläge und Anregungen zum BarCamp nehmen wir gerne entgegen.

Wichtige Infos

Ort: Universität Potsdam (Campus Griebnitzsee), Haus 6 im Seminarraum 19
Termin: 25. September 2018 (10:00 - 16:00 Uhr)
Ziel: Diskussion und Entwicklung von Gestaltungsoptionen für Wege in eine barrierefreie digitale Gesellschaft
Anreise: S-Bahn S7, Richtung "Potsdam Hbf", Ausstieg Griebnitzsee

Webseite:  https://www.cs.uni-potsdam.de/barcampinklusion2018/